Mikronährstofftherapie München

Zu den Mikronährstoffen gehören alle Vitamine (A, B, C, D, E und K), Spurenelemente und Mineralstoffe (anorganische Nährstoffe) wie Kalium, Magnesium, Calcium, Jod, Selen und Zink. Sie werden abgegrenzt von den sogenannten Makronährstoffen wie Eiweiß (Protein), Fett und Kohlenhydrate (Zuckerverbindungen). Mikronährstoffe müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da unser Körper sie nicht selbst herstellen kann.

U.a. durch die industrielle Landwirtschaft sind unsere Böden inzwischen arm an Mikronährstoffen. Substanzen wir Glyphosat binden die lebenswichtigen anorganischen Mineralstoffe im Boden und verstärken dadurch deren Mangel. Auch eine „gesunde“ und ausgewogene Ernährung führt uns häufig nicht alle Mikronährstoffe zu, die wir alltäglich brauchen. VegetarierInnen und VeganerInnen sind besonders von Mangelzuständen u.a. an Omega-3-Fettsäuren, Eisen und Vitamin B 12 betroffen.

Bei Fehl- oder Mangelernährung, längerer Krankheit, Stresszuständen oder dauerhafter Medikamenteneinnahme kann es zu einem Defizit an verschiedenen Substanzen kommen. Ebenso im Heranwachsen, in der Schwangerschaft und Stillzeit wird dem Körper durch erhöhten Verbrauch oder Bedarf oftmals zu wenige Stoffe zur Verfügung gestellt. Auch in höherem Alter fehlen häufig Mikronährstoffe, da mit dem Älterwerden die Aufnahme dieser Substanzen zusätzlich vermindert ist.

Zum Beispiel Vitamin D

Vitamin D wird in der Haut unter der Einwirkung von Sonnenlicht hergestellt und kann mit der Nahrung nur in unzureichenden Mengen aufgenommen. Die Vitamin D-Bildung in der Haut funktioniert aber nur ab einen UVB-Index über drei, das können Sie daran erkennen, wenn Ihr eigener Körperschatten gleich lang oder kürzer als ihr Körper ist. In München ist das nur im Juli und August und nur zur Mittagszeit der Fall. Je nach Hauttyp müßte man um diese Zeit 3 – 4 Mal pro Woche für 10 – 30 Minuten mit bloßen Armen und Beinen in die pralle Sonne gehen, um den Bedarf zu decken. Natürlich ohne Sonnenschutz aufgetragen zu haben – sonst funktioniert es nicht! Und je dunkler die Haut, desto länger muss die Sonnenexposition andauern.

Deshalb weisen 84% der Bevölkerung in Europa zu niedrige Vitamin D-Spiegel auf1. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Labore bei der Bestimmung im Blut zu niedrige Referenzwerte (z.B. > 20 bzw. 30 ng/ml bzw. > 50 – 75 nmol/l) angeben und die übliche Dosis-Empfehlungen von 800 – 1.000 I.E. pro Tag viel zu niedrig ist. Auch die Verabreichungsform in Tabletten erschwert die Aufnahme, da Vitamin D fettlöslich ist und am besten als ölige Tropfen zu einer fettreichen Mahlzeit vom Magen-Darm-Trakt resorbiert wird.

Ein Beispiel für Vitamin D-Unterversorgung:

In der Schwangerschaft hat ein Vitamin D-Mangel gravierende Auswirkungen für die Entwicklung u.a. des Gehirnes des Feten. Studien weisen auf vermehrte Sprachstörungen bei Kindern von 5 und 10 Jahren auf, deren Mütter in der Schwangerschaft unter Vitamin D-Mangel litten2.

Noch ein Beispiel: Selen

Seit der Eiszeit sind unsere Böden besonders arm an Jod und Selen. Selen wird für viele Stoffwechselvorgänge im Körper gebraucht und kann unsere DNA im Zellkern reparieren.

Z.B. bei der Hashimoto-Thyreoiditis (einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse) ist Selen in der Schilddrüse für die Entgiftung des hochtoxischen Wasserstoffperoxids (H2O2) essentiell. Bei Selenmangel kann der entzündliche Prozess kaum gestoppt werden und die spezifischen Antikörper sind hoch bzw. steigen an.

Viele weitere Beispiele für andere Mikronährstoffe könnten aufgezählt werden.

In der westlichen Medizin wird die Bedeutung der Mikronährstoffe weder im Studium noch in der Facharztausbildung ausreichend vermittelt. Deshalb werden mögliche Mangelerscheinungen im Praxisalltag häufig nicht rechtzeitig diagnostiziert und / oder lange Zeit übersehen. Dazu kommt der schleichende Beginn und die vielen unterschiedlichsten Beschwerden, die durch zu geringe Mikronährstoffmengen verursacht werden.

Viele Menschen mit Beschwerden, die der Hausarzt nicht diagnostizieren kann, therapieren sich häufig selbst. Sie glauben, ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun, wenn sie sogenannte „Nahrungsergänzungsmittel“ einnehmen. Sie hoffen, dass es ihnen besser geht und dass einige ihrer Beschwerden gelindert werden. Sollte es dabei zu Überdosierungen kommen, ist das für die Betroffen meist nicht erkennbar.

Wenn Sie eine diesbezügliche Untersuchung und / oder Behandlung wünschen, empfehle ich Ihnen eine genaue Erfassung und Einordnung der individuellen Beschwerden und der Bestimmung entsprechender Parameter im Blut. So kann eine Diagnose gestellt und eine zielgerichtete Therapie eingeleitet werden. Bei Fragen sprechen Sie mich / uns bitte an.

  1. Cashman KD et al: Vitamin D deficiency in Europe: pandemic? Am J Clin Nutr. 2016; 103: 1033-44
  2. Whitehouse AJ et al: Maternal serum vitamin D levels during pragnancy and offspring neurocognitive development. Pediatrics, 2012;129 (3): 485-493

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