Naturidentische Hormontherapie in München

Definition des Begriffs „Hormon“ und der natur-/bioidentischen Hormone
Hormone, die in unserem menschlichen Körper gebildet werden, werden als naturidentische Hormone bezeichnet. Sie haben eine genau definierte und unverwechselbare Molekülstruktur (siehe Abbildungen). Sie werden auch als humanidentische, bioidentische oder physiologische Hormone (BHT = bioidentische Hormontherapie) bezeichnet.

Weiterhin sind naturidentische Hormone solche, die zwar im Labor synthetisch (z.B. aus Diosgenin der Yamswurzel) hergestellt werden, aber exakt dieselbe Molekülstruktur wie unsere körpereigenen menschlichen Hormone haben. Übrigens kann unser Körper aus der Yamswurzel diese Hormone nicht bilden, weil wir nicht über die dazu benötigten Enzyme verfügen.

Hormone in der menschlichen Entwicklung

Wir Menschen haben uns in ein bis zwei Millionen Jahren der Evolution entwickelt. Ohne die Regulation vieler Körperfunktionen durch Hormone als biochemische Botenstoffe wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen. Unser menschlicher Körper kennt diese Hormone seit Jahrmillionen. Im komplexen Regulationssystem sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil und haben keine Nebenwirkungen, sondern sichern das Überleben.

Regulation der Geschlechtshormone

Einige komplexe Regelkreisläufe und sich zum Teil überlagernde Regulationsmechanismen sorgen normalerweise für ein störungsfreies Zusammenspiel der einzelnen Hormone. Durch verschiedene Krankheiten und/oder Alterungsprozesse kann es jedoch zu Fehlregulationen kommen, die unterschiedlichste Beschwerden bei Frauen, Männern und Kindern verursachen können.

Bildung der Geschlechtshormone

Minimale Veränderungen der Molekülstruktur mit enormen Wirkungen
Die Synthese der menschlichen körpereigenen Hormone wird im Folgenden dargestellt. Dadurch soll aufgezeigt werden, dass schon geringfügige chemische Abänderungen der einzelnen Molekülstrukturen erhebliche Veränderungen in unserem Körper bewirken: z.B. die Entwicklung der äußeren Geschlechtsmerkmale (u.a. Penis, Hodensack, Schamlippen, Klitoris) von Männern und Frauen (durch Testosteron bzw. Östradiol).

Östradiol

Progesteron

Testosteron

Cholesterin

Cholesterin kommt in allen tierischen Zellen vor. Es wird sowohl mit der Nahrung aufgenommen, als auch im menschlichen Körper vollständig synthetisiert.

Progesteron

Aus Cholesterin wird über den Zwischenschritt Pregnenolon das Hormon Progesteron gebildet.

DHEA (Dehydroandrosteron)

Aus Cholesterin wird über den Zwischenschritt Pregnenolon das Hormon DHEA gebildet.

Testosteron

Aus DHEA wird über den Zwischenschritt Androstendion das Hormon Testosteron synthetisiert.

Östrogene

Aus Testosteron werden u.a. die Hormone Östradiol und Östron gebildet.

Es gibt drei wichtige Östrogene in unserem Körper: Östriol + Östradiol + Östron. Für die geschlechtsreife Frau ist (17-β-) Östradiol das wichtigste Östrogen.

Naturidentische Hormontherapie

Bei unausgeglichenen oder zu geringen Hormonwerten und den dazu gehörigen Beschwerden kann die Naturidentische Hormontherapie angewandt und die fehlenden Hormone ergänzt werden. Typischerweise ist das in den Wechseljahren der Fall. Aber auch bei anderen Krankheitsbildern und Beschwerden. Diese Form der Therapie wird auch als BHT (= bioidentische Hormontherapie) bezeichnet.

Vorteile der Ergänzung mit Natur/Bioidentischen Hormonen:

  • ausschließlicher Einsatz von Hormonen mit identischer Molekülstruktur wie unser Körper sie bildet
  • individuelle Dosierung und Anfertigung nach persönlichen Beschwerden/Bedarf
  • bei richtiger Dosierung langfristig keine Nebenwirkungen

Herkömmliche „Hormon“ersatztherapie (HET)

In den letzten Jahren ist die herkömmliche „Hormon“ersatztherapie zu Recht zunehmend in die Kritik geraten, da immer mehr wissenschaftliche Studien die Nebenwirkungen der HET ans Tageslicht brachten. In der HET werden chemische Substanzen mit hormonähnlicher Wirkung verwendet, die eine andere Molekülstruktur als unsere körpereigenen Hormone haben. Diese abweichende Struktur ist für die möglichen Nebenwirkungen und evt. auch für eine erhöhte Gefahr von Krebsentstehung verantwortlich. Die Pharma-Industrie hat ihre Forschung auf diese von unseren körpereigenen Hormonen abweichende Substanzen konzentriert, da körpereigene Stoffe nicht patentiert werden dürfen.

Nachteile einer Therapie mit Medikamenten mit hormonähnlicher Wirkung

Die Hormonersatztherapie wird z.B. mit vermehrten Fällen von Brustkrebs in Zusammenhang gebracht und das Ethinylöstradiol der Pille trägt zu vermehrten Thrombosen – auch bei jungen – Frauen bei. Die Liste der unerwünschten Nebenwirkungen und Komplikationen durch diese Medikamente sind lang.

Zusätzlich kommt es unter diesen Therapien zu – teilweise ausgeprägten – Hormonmangelzuständen: durch die Zufuhr dieser Medikamente wird die körpereigene Hormonproduktion erheblich vermindert und von den Wirkorten an den Zellen, den Rezeptoren, verdrängt. Da diese Medikamente zum Teil unterschiedliche Wirkungsspektren haben, werden die Mangelzustände nur unzureichend ausgeglichen. Dadurch kann es zu verschiedensten Beschwerden wie wiederkehrende Scheiden- und/oder Blasenentzündungen, Stimmungsschwankungen, Blutungsstörungen, Schlafstörungen usw. kommen.

Unten sind die Molekülstrukturen einiger weit verwendeter chemischer Substanzen dargestellt, die in der „Pille“, der Kinderwunschbehandlung und der Hormonersatztherapie eingesetzt werden. Auch hier sind wieder mehr oder weniger kleine molekulare Änderungen erkennbar. Aber mit dem großen Unterschied zu naturidentischen Hormonen: unser Körper kennt diese Substanzen nicht und kann sie – je nach Stoffwechsellage des einzelnen Individuums – schlechter und langsamer abbauen. Dies ist umso bedeutender, als die Pille oder Hormonersatztherapie oft über Jahre durchgeführt wird.

Ethinylöstradiol (C20H24O2) als Östradiolersatz in der Pille

Desogestrel (C22H30O) als Progesteronersatz in der Pille

Levonorgestrel (C21H28O2) als Progesteronersatz in der Pille, der Minipille und der “Hormon“spirale

Estradiolvalerat (C23H32O3) als Ersatz für Östrogen

Testosteronundecanoat (C30H48O3) als Ersatz für Testosteron

Clomifen (C26H28ClNO) als Antiöstrogen

Welche Beschwerden und Symptome können mit naturidentischer / bioindentischer Hormontherapie behandelbar?

Wechseljahrsbeschwerden bei Frauen (und Männern)

  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche
  • Schmierblutungen, Zwischenblutungen, (starke) Blutungen, Dauerblutungen
  • Ausfluss aus der Scheide
  • Gelenkbeschwerden, Knochen- & Muskelschmerzen
  • Brustschmerzen, schmerzhafte Brustwarzen
  • Unterleibsschmerzen
  • Wassereinlagerungen, Ödeme
  • Kopfschmerzen
  • Osteoporose
  • Haarausfall
  • Gewichtszunahme
  • Libidoverlust
  • Scheidentrockenheit
  • Trockenheit von Haut und Schleimhäuten
  • Mundtrockenheit, Heiserkeit
  • trockene Augen
  • Schlafstörungen, Müdigkeit
  • Abnahme der Lebensenergie
  • Antriebslosigkeit
  • chronische Erschöpfung
  • Herzrasen, -stolpern
  • Bluthochdruck
  • Schwindel
  • (innere) Unruhe
  • psychische Symptome: Depressionen, Ängste, Stimmungsschwankungen
  • Gedächtnisstörungen

andere Krankheitsbilder / Beschwerden

  • PCO (polyzystische Ovarien)
  • Ausbleibende Periodenblutung (u.a. Postpill-Amenorrhoe)
  • PMS (prämenstruelles Syndrom)
  • Vorzeitige Wechseljahre
  • Wochenbettdepression
  • Magersucht

Welche Anzeichen gibt es für die Wechseljahre?

Woran kann frau erkennen, dass sie sich den Wechseljahren nähert oder bereits darin ist? Dies ist oft schwierig genau festzulegen. Die Wechseljahre heißen nicht umsonst Wechseljahre, da die Beschwerden täglich – ja sogar stündlich – wechseln können. Wenn Sie mehrere der oben stehenden Symptome und Beschwerden haben, kann dies ein deutlicher Hinweis für (beginnende) Wechseljahre sein. Genaueres kann in einem ausführlichen Gespräch und ggf. durch eine Blutabnahme geklärt werden.

Hat jede Frau Beschwerden in den Wechseljahren?

Etwa ein Drittel der Frauen hat geringe bis gar keine Beschwerden, ein weiteres Drittel hat deutliche Symptome und erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität. Die letzte Gruppe leidet an schier unerträglichen Beschwerden und hat oft Schwierigkeiten, den Alltag zu bewältigen.

Wie lange dauern die Wechseljahre?

Auch das ist sehr unterschiedlich und bei einer einzigen Frau großen Schwankungen unterworfen. Da die Eierstöcke auch in den Wechseljahren für ca. 20 Jahre noch eine Restproduktion von u.a. Östradiol haben, aber kein Progesteron mehr bilden, kommt es teilweise für viele Jahre zu manchmal unberechenbaren Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, (Schmier-) Blutungen, depressiven Verstimmungen, Libidoverlust, Scheidentrockenheit usw. Alle oben aufgelisteten Symptome können auftreten (und auch noch andere), aber das muss nicht sein. Die individuellen Schwanken sind sehr groß.

Langfristig gewöhnt sich der Körper an den Hormonentzug und die Beschwerden beruhigen sich – obwohl die Hormone weiterhin fehlen.

Ab wann kommen Frauen in die Wechseljahre?

Ab den vierziger Lebensjahren läßt bei den Frauen die Funktion der Eierstöcke langsam nach. Manchmal deutlich früher und manchmal erheblich später. Bei den Männern werden die Geschlechtshormone im Älterwerden auch weniger gebildet, aber nicht so abrupt und endgültig wie bei den Frauen.

Warum kommen Frauen in die Wechseljahre?

Ab den vierziger Lebensjahren läßt bei uns Frauen die Funktion der Eierstöcke langsam nach. Manchmal deutlich früher und manchmal erheblich später. Bei den Männern werden die Geschlechtshormone im Älterwerden auch weniger gebildet, aber nicht so abrupt und endgültig wie bei den Frauen.

Warum das so ist? Weil es sich in der Evolution als Überlebensvorteil herausgestellt hat, dass Frauen in die Wechseljahre kommen und dadurch ihre Fortpflanzungsfähigkeit verlieren. Somit sind wir Frauen in höherem Alter nicht mehr durch eine Schwangerschaft und / oder Geburt gefährdet. Und auch das Kind ist in der Schwangerschaft besser geschützt, weil bei jüngeren Schwangeren weniger Komplikationen auftreten. Und nach der Geburt kann die Mutter das Kind noch etwa 15 – 20 Jahre groß ziehen, ohne durch erneute Schwangerschaften / Geburten ggf. zu sterben.

Dass Frauen durch die fehlenden Hormone Wechseljahrsbeschwerden bekommen, hatte keinen Einfluss mehr auf die evolutionäre Selektion, da wir uns bereits fortgepflanzt hatten. Männer dagegen können auch noch in hohem Alter ihre Spermien „abgeben“: sie sind ja nicht diejenigen, die schwanger werden!

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